Deutsch-polnischer Schüleraustausch

Es begann in Danzig - Der erste Teil der Deutsch-Polnischen Schülerbegegnung

Eine bunt gewürfelte Gruppe Berliner Schüler und Schülerinnen machte sich am Montag, den 24. April 2017 in aller Herrgotts Frühe auf den Weg nach Danzig. Bunt deshalb, weil unsere Schüler nicht nur aus vielen verschiedenen Klassen kamen, teilweise noch ganz jung, teilweise schon „älter“ waren, sondern auch ganz verschiedene kulturelle Hintergründe hatten.

Neben den Hauptpersonen, den 14 Schülern und Schülerinnen, waren die beiden Lehrerinnen, Anette Stüker und Margrit Adlung; und Wolfram von Heidenfeld vom Haus Kreisau mit von der Partie.
Aber warum führt unser OSZ schon seit fast 10 Jahren diese Deutsch-Polnischen-Austausche so erfolgreich durch? Es sind zwei Aspekte: Die politische Bildung, d. h. die Auseinandersetzung mit dem gewählten Thema, in diesem Jahr steht die Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc (Solidarität) im Fokus. Auf der anderen Seite ist das Miteinander der Jugendlichen von großer Bedeutung. Wie können wir Vorurteile abbauen? Was sind unsere Gemeinsamkeiten, was unterscheidet uns? Wie schaffen wir es zu kommunizieren, wenn wir nicht dieselbe Sprache sprechen?   


Die gelungene Mischung aus Arbeit und Spaß macht diesen Austausch so lohnenswert.
Alle Beteiligten sind schon jetzt auf den Rückaustausch im Herbst gespannt! Wir werden am Thema weiterarbeiten und freuen uns, unseren neuen Freunden Berlin zu zeigen.

 

Anette Stüker, Margrit Adlung

 

Mai 2017

 

Am Montag dem 24.04.2017 sind wir nach Danzig aufgebrochen.

Los ging die Reise am Hauptbahnhof Berlin. In den acht Stunden Zugfahrt konnten wir uns dann erstmals richtig kennenlernen. Wir hatten einen Zwischenhalt in Posen, dort haben wir das erste Mal die polnischen Schüler getroffen. Diese haben uns sehr freundlich mit Willkommensschildern begrüßt. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es dann weiter nach Danzig.

Als wir in Danzig ankamen, haben wir unsere Koffer und Taschen an einen Transporter abgegeben und sind zu unserer Jugendherberge gelaufen. Dort angekommen wurden wir zu aller erst von unseren Seminarleitern begrüßt und in die jeweiligen Zimmer aufgeteilt. Ein paar Minuten später hatten wir ein erstes Abendbrot zusammen. 

Nachdem wir in Ruhe ein wenig in unseren Zimmern angekommen waren, haben wir schon einmal eine kleine Einführung in das Thema ‘‘Solidarität‘‘ vor Augen geführt bekommen.

Zum Schluss des Tages sind wir in die Altstadt gelaufen und haben uns die Sehenswürdigkeiten (Neptunbrunnen, Rathaus, Bernsteinstr, Waffenlager) angesehen und den Rest der Zeit haben wir auf unseren Zimmern verbracht.

  Antonia Reichert / Vanessa Schley / Shereen Spangenberg
 

Der zweite Tag begann um 9:45 Uhr mit dem täglichen warm-up. Es wurden Spiele gespielt, die die Integration beider Gruppen verstärkt haben. Nach etwa 15 Minuten sind wir thematisch in das Thema Solidarność (dt. Solidarität) eingestiegen. In vier gemischten Gruppen á 7-8 Schülerinnen und Schülern bestritten wir eine Stadtrallye durch die wunderschöne Altstadt. Neben der Erkundung einzelner Bauten, wie z. B. dem Artushof, oder dem Neptunbrunnen, wurden auch Passanten zur Zukunft Europas befragt. Nach etwa 2,5 Stunden trafen wir uns wieder in unseren Seminarsaal, um unsere Ergebnisse auszuwerten. Im Anschluss folgte das köstliche Mittagessen.
Um 14:30 Uhr sahen wir den Film „Von Solidarność zur Freiheit“, der in anschaulicher Weise die Geschichte der Solidarność darstellte. Der Tag endete thematisch um 17:00 Uhr mit dem Deutsch-Polnischen Abend, den beide Gruppen alleine gestaltet haben. Es wurde unter anderem gepuzzelt, getanzt und gesungen. Dabei hatten wir alle einen riesigen Spaß.

Michael, Michaela, Jennifer

 

Am Mittwoch standen der Bericht eines Zeitzeugen mit anschließender Diskussionsrunde und der Besuch des Solidarnoscmuseums im Mittelpunkt. Nach einem kurzen „Warming Up“ ging es für uns am Donnerstag mit dem Zug nach Sopot an die polnische Ostsee.
Trotz des schlechten Wetters, waren die Eindrücke, die wir dort sammeln konnten sehr schön. Sowohl die lange Seebrücke, als auch das „Krumme Häuschen“ konnten uns begeistern.
Nachdem sich einige mit kleinen Erinnerungsstücken von dem Ostseebad eingedeckt hatten, fuhren wir zur „Galeria Bałtycka“, einem großen Einkaufszentrum. Dort gab es ein wenig Zeit für uns, welche zum Bummeln und Einkaufen genutzt werden konnte.
Als diese dann abgelaufen war, fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft, um dort Abendbrot zu essen.
Anschließend ging es in eine Bar.
In dieser schwangen nicht nur die deutschen und polnischen Schüler ihr Tanzbein, sondern auch die Lehrer und Betreuer.
Abschließend kann man sagen, dass der Tag ein toller Abschluss für die gesamte Woche war.
Nach der Auswertung des Seminars, fuhren wir am Freitagmittag mit dem Zug zurück nach Berlin.

Wir freuen uns unsere neu hinzugewonnenen Freunde im November in Berlin zu begrüßen.